Naturgarten

Der Garten

Das Wort Garten, das sich vom indogermanischen Wort ghorto ableitet, bedeutet "Umzäunung, Eingehegtes". Den gleichen Stamm haben das lateinische hortus und das russische gorod.
Die Geschichte des Gartens ist Jahrtausende alt. Ob es nun gepflegte Bauerngärten, prunkvoll-geometrische Schlossgärten an der Loire oder grosszügige englische Parks sind; die historischen Gartenformen sind ein wertvolles Kulturerbe. Immer war der Garten eine geschützte, kunstvoll angelegte "Gegenwelt" zur damals wilden, wenig kultivierten Natur.

Unsere heutige Landschaft hat ihre Wildheit verloren; sie ist geplant, genutzt, ausgeräumt. Die entsprechende Gegenwelt im Garten ist wilde, lebendige Natur: der Naturgarten.

Der Naturgarten

Dank vielfältigen Strukturen – wie Magerwiesen, Kieswege, Hecken, Bäume, Altholzhaufen, Trockenmauern, Feuchtgebieten und Teichen – weist der Naturgarten einen grossen Artenreichtum an einheimischen Pflanzen und Tieren auf. Pro Natura Thurgau möchte deshalb möglichst viele GartenbesitzerInnen für den Naturgarten gewinnen.

Das bedeutet nicht, dass wir etwas gegen historische Bauerngärten und Parks hätten. Was es aber unserer Meinung nach nicht braucht, sind sterile Tuja-Hecken, Exoten, wöchentlich gemähte Rasenflächen und totgespritzte Kieswege. Denn die "sauber" gepflegten Gärten sind eine verpasste Chance für die Natur.